Derzeit erhalten Haushalte in der Region Angebote von privaten Unternehmen zum Einbau eines sogenannten Smart Meters. Dabei wird teilweise der Eindruck vermittelt, der Einbau sei bereits vorgesehen oder notwendig. Der Austausch des bisherigen Stromzählers wird dabei als kostenlos angeboten.
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Auch Verbraucherzentralen weisen auf mögliche Kostenfallen und intransparente Angebote im Energiebereich hin. Informieren Sie sich deshalb genau über das Angebot, die Vertragsbedingungen und mögliche Folgekosten, bevor Sie unterschreiben oder das Angebot überhaupt annehmen.
Zwar kann der Einbau kostenlos sein, anschließend können jedoch laufende Kosten für den Messstellenbetrieb entstehen. In einem aktuellen Angebot werden beispielsweise 99 Euro pro Jahr genannt. Auch weitere Kosten, etwa für notwendige Anpassungen am Zählerschrank, können möglich sein.
Was ist ein Smart Meter?
Ein Smart Meter ist ein intelligentes Messsystem, das den Stromverbrauch digital erfasst und die Daten automatisch übermittelt. Es besteht aus einem digitalen Stromzähler und einem Kommunikationsmodul.
Nicht jeder Haushalt benötigt sofort ein Smart Meter. Bis 2032 sollen die bisherigen Stromzähler schrittweise durch digitale Messeinrichtungen ersetzt werden. Für bestimmte Haushalte ist ein intelligentes Messsystem bereits verpflichtend, zum Beispiel bei:
einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 6.000 kWh
einer Photovoltaikanlage mit mehr als 7 kW Leistung
einer Wärmepumpe
einer Wallbox
bestimmten steuerbaren Stromverbrauchern
Für viele andere Haushalte reicht zunächst eine moderne digitale Messeinrichtung, die keine Verbrauchsdaten automatisch übermittelt.
Was sollten Bürgerinnen und Bürger beachten?
Wer ein entsprechendes Angebot erhält, muss nicht vorschnell reagieren oder einen Vertrag abschließen. Der zuständige Messstellenbetreiber informiert grundsätzlich rechtzeitig über einen geplanten Zählerwechsel.
Wer sich für ein Angebot eines privaten Anbieters interessiert, sollte sich alle Kosten, insbesondere die laufenden jährlichen Kosten, schriftlich nennen lassen und diese mit den Kosten des örtlich zuständigen Messstellenbetreibers vergleichen.
Der kostenlose Zählerwechsel bedeutet daher nicht automatisch, dass auch der anschließende Betrieb kostenlos ist.
Unser Tipp: Angebot und Vertragsbedingungen in Ruhe prüfen, Gesamtkosten vergleichen und erst danach eine Entscheidung treffen.
Einschlägige Links zum Nachlesen:
Verbraucherzentrale Niedersachsen HINWEISAchtung beim Smart-Meter-Einbau: Irreführende Anschreiben eines PrivatunternehmensWas man beim Angebot für einen „kostenlosen“ Zähleraustausch beachten sollte