Beim Jugendforum der Gemeinde Illschwang zeigt sich ein breites Angebot für die jungen Menschen. Doch für das große Angebot werden immer auch geeignete Betreuer gesucht.
Was wünscht sich die Jugend von Illschwang? Wo sind die Probleme, wo die Sorgen? Zehn Vertreter von Vereinen und Gruppierungen waren jetzt der Einladung der Gemeinde Illschwang zum Jugendforum gefolgt. Für die neue Jugendsprecherin der Gemeinde, Lisa Herbst, bedeutete das Jugendforum gleichzeitig eine Premiere. Sie ist seit 1.Mai im Gemeinderat Illschwang, bei der konstituierenden Sitzung war ihr dieses Amt übertragen worden.
Den Reigen der Berichte eröffnete die Jungschar. Sie ist konfessionsübergreifend tätig. Rund 20 Kinder und Jugendliche treffen sich am Freitagnachmittag im evangelischen Gemeindehaus. Es wird ein abwechslungsreiches Programm mit Basteln, Kochen, Aktionsspielen, Ausflügen zur Eishalle und zum Piratenspielplatz, sowie das jährliche Krippenspiel geboten. Zehn Betreuer(innen) kümmern sich um das Programm. Es seien aktuell nur drei Erwachsene, der Rest sind Jugendliche. Aus rechtlichen Gründen wären hier mehr Personen über 18 Jahren wünschenswert, so der Appell.
Der Förderkreis der Grundschule Illschwang unterstützt beim Schulanfang, bei der Verabschiedung der Viertklässler, beim Besuch des Nikolaus, bei besonderen Projekten und heuer bei der Einweihung der Offenen Ganztagsschule. Für Juli 2027 ist wieder ein Projekt Zirkus geplant. Es dauert eine Schulwoche. Dabei werden von den Schülern kleine Kunststücke eingeprobt, welche sie zum Schluss bei einer großen Aufführung der Öffentlichkeit präsentieren. Beim Kindergartenförderverein standen das Preisrommee, das Pressen von Apfelsaft, der Martinszug, der Besuch der Polizeipuppenbühne im Mittelpunkt der Aktivitäten. Für das Freigelände der Kita konnte eine neue Schaukel angeschafft werden.
Der SV Illschwang ist der Verein, bei dem in den Sparten Fußball, Laufen, Turnen und Tischtennis die meisten Kinder und Jugendlichen aktiv sind. Immer mehr werde es ein Problem, sie ab 12, 13 Jahren bei Laune zu halten, so die Einschätzung. Dafür bedürfe es Trainer und Betreuer, welche mit dieser Situation umgehen können. Mit der aktuellen Zahl, die sich um den Nachwuchs kümmern, zeigt sich der Verein zufrieden.
Bei der Ministrantengruppe der katholischen Pfarrei waren die Sternsinger- und Osterkerzenverkaufsaktion besondere Höhepunkte. Das Kindergottesdienstteam der evangelischen Kirchengemeinde lädt jeweils am ersten und dritten Sonntag im Monat Kinder ab drei Jahren in das Gemeindehaus ein. Zum Posaunenchor gehören aktuell sieben Jugendliche. Ziel ist es jedes Jahr zwei bis drei Anfänger zu finden. Beim Sommerkonzert im Pausenhof der Grundschule steht der Nachwuchs alljährlich im besonderen Mittelpunkt.
Der Schwerpunkt bei der Gemeindejugendfeuerwehr liegt bei feuerwehrtechnischen Übungen. Der Besuch der Hubschrauberstaffel in Roth fand beim Nachwuchs besonderen Anklang. Auch beim Obst- und Gartenbauverein Angfeld wird besonderer Wert auf die Einbeziehung des Nachwuchses gelegt. Die Vertreterin des Vereins erwähnte eine Winterwanderung, eine Pflanzaktion, einen Kinderkochkurs, eine Herbstwanderung mit Bastelangebot und die Mitwirkung der Kinder bei der Weihnachtsfeier.
Die Jugendsprecherin Lisa Herbst meinte: "Ich bin beeindruckt von der Vielfalt der Angebote." Bezüglich der finanziellen Förderung der Vereine durch die Gemeinde gebe es folgenden Modus: Jede Gruppierung erhält einen Grundbetrag von 100 Euro, der Höchstbetrag liegt bei 500 Euro. Die Geschäftsführerin des Kreisjugendrings Christine Frankerl zeigte sich beeindruckt davon, was von den Vereinen und Gruppierungen in der Gemeinde Illschwang getan wird.
Von Seiten des Kreisjugendrings werde das Thema Demokratie bei Veranstaltungen in diesem Herbst eine besondere Rolle spielen. Man wolle besonders in diesen politisch schwierigen Zeiten speziell die Jugendlichen ansprechen. Konkret erwähnte Frankerl die "Lange Nacht der Demokratie", ein Treffen von Jugendlichen mit Politikern und eine Autorenlesung zum demokratischen Verständnis. Der Vorsitzende des Kreisjugendrings Henner Wasmuth gab den Rat, sich bei Unklarheiten an die Beschäftigten im LCC zu wenden.
Abschließend ging es unter anderem um das polizeiliche Führungszeugnis für Betreuer und Helfer und um das Schutzkonzept. Bürgermeister Dieter Dehling wies darauf hin, dass die ILE Oberpfälzer Alb, deren Vorsitzender er ist, auch wieder ein Regionalbudget für 2027 bereitstellt. Vereine, die bestimmte Anschaffungen planen, können sich bei der ILE bewerben. Am 9. November findet dazu ein Informationsabend statt.
von Norbert Weis