Von Norbert Weis - weitere Bilder finden Sie auf unserer Homapage
Die meisten kannten die beiden Schwestern Daniela Ludwig und Carola Helm bisher nur von der Sendung "Brettlspitzn" des Bayerischen Fernsehens. Als das Duo "Nackad sing I niad" waren die beiden erstmals beim Sommerkonzert in Illschwang dabei.
Es ist gute Tradition, dass der örtliche Posaunenchor jedes Jahr, musikalische Gruppen aus der Gemeinde zum Mitmachen einlädt. Der Einladung folgten der Männergesangverein, geleitet von Clemens Lindner, die vereinigten Kirchenchöre mit Julia Schmidt, Illbirgis Klangkünstler, unter Agnes Guggenberger und eben das Duo "Nackad sing I niad".
Daniela Ludwig, wohnhaft in Illschwang und ihre Schwester Carola Helm aus Neukirchen, präsentierten mit "Sani" und "Mama" den Zuhörern, zwei bodenständige Lieder, die vom ganz normalen Alltag erzählen, auf amüsante Art und Weise. Bei ihrem Auftritt brachten sie das Publikum zum Schmunzeln. Während Daniela für die Klänge auf der Gitarre sorgte, bereicherte Carola die Liedtexte mit Gestik, Mimik und passenden Bewegungen.
Daniela erzählte zu jedem Lied eine passende Geschichte. Bei "Sani"- Kurzform für Sanitäter- ging sie auf die enge Freundschaft zu Wolfgang und Regina Jobst ein, die beide im Publikum saßen. Wolfgang und Daniela waren beide bei der BRK-Wache als Sanitäter beschäftigt. Sie verstanden sich, von Anfang an gut, es entwickelte sich auch mit Wolfgangs Frau Regina eine dicke Freundschaft. Zufällig trafen sich Regina und Daniela letztes Jahr bei der Illschwanger Dorfweihnacht. Regina, aktive Sängerin bei den Kirchenchören, fragte an, ob sie nicht Lust hätte, beim großen Sommerkonzert mitzumachen. Nach dem okay ihrer Schwester Carola stand dem Auftritt in Illschwang nichts mehr im Wege.
Durch die über 20 musikalischen Beiträge führte Theresa Schmidt, Ehefrau des Leiters des Posaunenchors. Sie wolle das Publikum mitnehmen auf eine Blumenwiese, damit sie sich dort, von den Lied- und Instrumentaldarbietungen der beteiligen Gruppen überraschen und ansprechen lassen. Eine Blume könne, so Schmidt, eine Erinnerung an besondere Momente sein. Die Darbietung "In Florenz" rufe die weiße Schwertlinie als Wahrzeichen der Stadt in Erinnerung. Abweichend von der Wiese, ging sie bei zwei weiteren Musikstücken aus dem Repertoire des Posaunenchors auf bestimmte Punkte ein. Bei "Nostalgia" sah sie die Gelegenheit, dass die Zuhörer sich persönlich an eine Begegnung aus der Vergangenheit erinnern. Für die Thematik von Freude und Trauer bei "Kumbaya,my lord" hatte Theresa Schmidt die Glockenblume, Lilie, blaue Iris und Sonnenblume ausgewählt.
Das Programm des Sommerkonzerts bot ein breites Spektrum an Darbietungen. Am stärksten gefordert war der Posaunenchor. Beim letzten Stück war die neunjährige Anni Schmidt aus Mörswinkl mit dabei. Sie spielte mit ihrem Vater, gemeinsam mit den übrigen Chormitgliedern. Seit etwa einem Jahr lernt sie Trompete und war jüngste Teilnehmerin. Die Vertrauensobfrau Lisa Herbst freute sich über die vollbesetzten Bankreihen an einem warmen Sommerabend. Ihr Dank galt Schulverband und Schulleitung für die Überlassung des eingegrünten Pausehofs, sowie den mitwirkenden Gruppen. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. In seinem Schlusswort sprach Luis Kohl , seit diesem Jahr Lektor in der evangelischen Kirchengemeinde, an Hand des Liedes "Dona nobis pacem" an, dass der Frieden in der Welt, aber auch im privaten Umfeld von immer größerer Bedeutung ist.